﻿<br />
<b>Warning</b>:  Trying to access array offset on value of type bool in <b>/var/www/vhosts/ikxsijtx.host215.checkdomain.de/nave-coaching.de/news/wp-content/plugins/wp-permalauts/wp-permalauts.php</b> on line <b>116</b><br />
<br />
<b>Warning</b>:  Trying to access array offset on value of type bool in <b>/var/www/vhosts/ikxsijtx.host215.checkdomain.de/nave-coaching.de/news/wp-content/plugins/wp-permalauts/wp-permalauts.php</b> on line <b>117</b><br />
{"id":320,"date":"2022-06-12T23:32:30","date_gmt":"2022-06-12T21:32:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/?p=320"},"modified":"2022-06-13T23:25:53","modified_gmt":"2022-06-13T21:25:53","slug":"story-2-kloster-vs-unternehmen-gemeinsamkeiten-und-unterschiede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/story-2-kloster-vs-unternehmen-gemeinsamkeiten-und-unterschiede\/","title":{"rendered":"Story #2 \u2013 Kloster vs. Unternehmen \u2013 Gemeinsamkeiten und Unterschiede"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:40% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" width=\"576\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Inside-Story-2-Story-576x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-328 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Inside-Story-2-Story-576x1024.png 576w, https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Inside-Story-2-Story-169x300.png 169w, https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Inside-Story-2-Story-768x1365.png 768w, https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Inside-Story-2-Story-864x1536.png 864w, https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Inside-Story-2-Story.png 1080w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-medium-font-size\">Was unterscheidet Kl\u00f6ster von Unternehmen?<br>Vielleicht schon die falsche Fragestellung.<br>Was haben Kl\u00f6ster und Unternehmen gemeinsam?<br>Das ist die k\u00fcrzere Antwort.<br>Und last but not least, warum \u00fcberhaupt Kl\u00f6ster?<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Der Reihe nach:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Waren Sie schon mal in einem Kloster?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Damit meine ich nicht, dass Sie mal zu Besuch, zur Besichtigung oder zum Beten dort waren. Wor\u00fcber ich spreche, ist ein Aufenthalt \u00fcber l\u00e4ngere Zeit, die Teilnahme am Klosterleben, Kloster auf Zeit sozusagen. Die meisten Kl\u00f6ster bieten das an \u2013 gegen einen gewissen \u00bbEnergieausgleich\u00ab nat\u00fcrlich \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eindr\u00fccke, welche solch ein Aufenthalt vermitteln kann, sind durchaus als beeindruckend zu bezeichnen. Wobei ich gerne zugeben mag, dass die Blickwinkel hier unterschiedlich sind.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Wieso ins Kloster?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Blicke ich auf die Zeitspanne von 1994 \u2013 2006 zur\u00fcck, stelle ich heute fest was jeder Automechaniker best\u00e4tigen wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bbWenn du permanent im roten Bereich drehst, wird der Motor irgendwann \u00fcberhitzen.\u00ab<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber ein Jahrzehnt war ich wohl das, was wir in unserem Sprachgebrauch als Workaholic bezeichnen. Mein Leben war die Arbeit. Damit wir \u00fcbers Gleiche sprechen \u2013 ich hatte Spa\u00df bei dem was ich tat. Es war lediglich das \u00fcbertriebene Ausma\u00df, was nicht passte. Wie so oft im Leben sieht der Betroffene als letztes, was tats\u00e4chlich Fakt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDas letzte auf der Welt, was ein Fisch realisieren wird, ist die Existenz von Wasser!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Wir blenden das Offensichtliche meistens aus. Menschen, die aus einer anderen Perspektive auf die Geschichte blicken, schlagen oft schon weit vorher die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammen. Ihnen ist schon l\u00e4ngst klar, das geht schief. Bildlich gesprochen raste ich auf eine Mauer zu und wenn mich jemand darauf hinweisen wollte, war meine Reaktion schlicht mehr Gas zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine wesentliche Erkenntnis der damaligen Zeit \u2013 im Positiven \u2013 ist heute mein Leitsatz:<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bbWer schneller scheitert gewinnt.\u00ab<\/mark><\/strong><\/p><cite>(Thomas Nave)<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Bezogen auf die Mauer und das Gas geben ist das Ergebnis freilich klar. Alle die sich mit Crashtests besch\u00e4ftigen, k\u00f6nnen Ihnen Auskunft \u00fcber die Ergebnisse geben \u2013 Totalschaden! \u00dcberraschung \ud83d\ude05 Das ist nat\u00fcrlich Nonsens und \u00fcberhaupt keine \u00dcberraschung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bbEtwas, das man erwarten kann, ist niemals eine \u00dcberraschung.\u00ab<\/mark><\/strong> (Dr. Joe Dispenza)<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Die Ausgangssituation \u2013 ein paar Eckdaten.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Gew\u00f6hnlich arbeitete ich zu dieser Zeit von ca. 5:00 Uhr morgens bis ca. 0:00 Uhr nachts, sieben Tage die Woche, ca. 350 Tage im Jahr. Die Tage, die ich in dieser Phase meines Lebens mit meiner Familie verbrachte, beschr\u00e4nkten sich auf Feiertage wie Weihnachten, Ostern, \u201ewichtige\u201c Geburtstage. Diesen Rhythmus war ich einerseits aus den Zeiten im Reitstall gewohnt und andererseits bedingt es mein Fallschirmsprungunfall, dass ich jeden Tag einiges an Medikamenten einnehmen darf, damit ich am Leben \u201enormal\u201c teilnehmen kann. In Kombination f\u00fchrt das dazu, dass ich f\u00fcr gew\u00f6hnlich schon wegen der \u201eEntzugserscheinungen\u201c zwischen 4:30 und 5:00 Uhr wach bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch diese exzessiven Arbeitszeiten verpasste ich allerdings sogar Hochzeiten, \u201eweniger wichtige\u201c Geburtstage und nat\u00fcrlich viele Termine, die mit meinen Kindern zu tun hatten. Erster Kindergartentag, erster Schultag etc., ich f\u00fchre das nicht weiter aus, Sie haben sicher schon eine klare Vorstellung.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende war diese permanente Fixierung auf die Arbeit der Grund, warum ich wesentliche Entwicklungen in meinem Umfeld nicht mitbekommen habe. Jede Geschichte f\u00fcr sich ist ein eigenes Kapitel wert und Sie lesen Teile davon in meinem Neuen Buch. F\u00fcr die heutige Geschichte springen wir gleich zum Endergebnis.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Zum Schluss wird\u2019s dunkel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Am Ende meiner Odyssee stand ich allein und komplett pleite vor den Scherben meines Lebens. Meine Freundin hatte die Kinder \u201eeingepackt\u201c und schon l\u00e4ngst einen neuen Partner gefunden. Mein Gesch\u00e4ftspartner bekam wohl Torschlusspanik und hat mich \u00fcbelst hintergangen. Ohne Kapital, ohne Familie, daf\u00fcr mit einer ganzen Menge Verpflichtungen \u2013 B\u00fcromieten, Geh\u00e4lter, Unterhalt, eigene Kosten und nicht zuletzt 7-stellige Schulden \u2013 Totalschaden eben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">32 Jahre alt, Lebensbilanz in allen Bereichen \u2013 NEGATIV.<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Leben hat mir ungefragt eine \u201eSonderbilanz\u201c erstellt, maximal schmerzhaft und extrem deutlich den \u00bbStecker gezogen\u00ab. Absoluter Reset!<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder einmal \u2013 von 100 auf NULL. Im Unterschied zur Story von gestern ging es jetzt aber nicht um eine Geschwindigkeitskorrektur beim Spielen, diesmal ging es um den \u201eZug\u201c des Lebens.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Check-In \u2013 zur\u00fcck zum Ursprung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ich war buchst\u00e4blich am Ende des Weges angekommen. Zumindest hatte ich damals diesen Eindruck. Fast sechs Monate ging nichts mehr. Was mir im Leben immer geholfen hat war, mich ins Auto zu setzen und einfach ziellos umherzufahren, vielleicht kennen Sie das auch. Ende April 2006 tat ich genau das. Setzte mich ins Auto und fuhr ein bisschen durch die Gegend, kein konkretes Ziel, nix zu tun, einfach so. Fester auf, Musik an, atmen und leben. Ohne genau zu wissen wieso und warum, landete ich pl\u00f6tzlich in Plankstetten. Vor der Klostermauer der Benediktiner Abtei Plankstetten. (<a href=\"https:\/\/www.kloster-plankstetten.de\">https:\/\/www.kloster-plankstetten.de<\/a>) musste ich bremsen \u2013 Gegenverkehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Bremsen kam auch die Wahrnehmung zur\u00fcck und ich realisierte, wo ich mich befand. Zur weiteren Orientierung schaute ich auf die Uhr, dann griff ich zu meinem Telefon, weil ich einen Anruf terminiert hatte. W\u00e4hrend die Verbindung noch aufgebaut wurde, fuhr ich durch das Klostertor. Der Gespr\u00e4chspartner meldete sich und als ich im Klosterhof angekommen war, brach die Verbindung pl\u00f6tzlich ab. Ich pr\u00fcfte den Empfang auf meinem Telefon und stellte fest \u2013 null, nix, kein Balken. Etwas verwundert legte ich unerkl\u00e4rlicherweise den R\u00fcckw\u00e4rtsgang ein und fuhr r\u00fcckw\u00e4rts zur\u00fcck durchs Tor bis vor die Klostermauer, wo ich hergekommen war. \u00dcberraschung, Empfang wieder da!<\/p>\n\n\n\n<p>Weil ich es nicht so recht glauben wollte, wiederholte ich den Prozess noch ganze 3-mal. Das Ergebnis immer gleich \u2013 drau\u00dfen Empfang \u2013 drinnen nix.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Ein Zeichen, Schicksal, Zufall oder einfach ein St\u00f6rsender f\u00fcr ein \u201estrahlungsfreies\u201c Klosterleben?<\/mark><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Bis heute kann ich Ihnen diese Frage nicht beantworten. In diesem Moment damals, war es jedenfalls f\u00fcr mich der Donnerschlag \u2013 auf einmal war alles ganz klar \u2013 \u201eDu musst jetzt einfach wieder von vorne anfangen, <strong>back to the roots<\/strong> \u2013 zur\u00fcck zum Ursprung\u201c. Ist es nun Zufall, dass das Motto der Abtei Plankstetten <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bbLeben aus dem Ursprung\u00ab<\/mark><\/strong> ist? Die Antwort \u00fcberlasse ich ganz Ihrer Fantasie. Einige Gespr\u00e4che, Telefonate und Vorbereitungen sp\u00e4ter war alles gekl\u00e4rt \u2013 ich wurde M\u00f6nch auf Probe. <\/p>\n\n\n\n<h2>Check-In am 8. Mai 2006<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Kloster-Plankstetten.webp\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Kloster-Plankstetten-1024x682.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-322\" width=\"689\" height=\"459\" srcset=\"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Kloster-Plankstetten-1024x682.webp 1024w, https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Kloster-Plankstetten-300x200.webp 300w, https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Kloster-Plankstetten-768x512.webp 768w, https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Kloster-Plankstetten-1536x1023.webp 1536w, https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Kloster-Plankstetten.webp 1600w\" sizes=\"(max-width: 689px) 100vw, 689px\" \/><\/a><figcaption>Benediktiner Abtei Plankstetten<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Die Benediktiner Abtei Plankstetten ist malerisch oder wie es auf der Homepage der Abtei hei\u00dft \u00bbGeistreich \u2013 die Sch\u00f6pfung im Blick\u00ab ins wundersch\u00f6ne Altm\u00fchltal \u201egezimmert\u201c und bekannt f\u00fcr ihre Landwirtschaft und wie sollte es anders sein, f\u00fcr Bier. Nach einer kurzen Einf\u00fchrung und Erledigung der organisatorischen Formalit\u00e4ten begann also mein neues Leben. Nun bin ich zwar katholisch erzogen, war mehrere Jahre in einem katholischen Jugendwohnheim, w\u00e4hrend ich meine Ausbildung zum Flugger\u00e4tmechaniker absolvierte und auch gl\u00e4ubig, aber M\u00f6nch?<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>ora et labora \u2013 beten und arbeiten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Trotz meiner katholischen Erziehung konzentrierte ich mich w\u00e4hrend meiner \u201eAuszeit\u201c mehr auf \u00bblabora\u00ab und weniger auf \u00bbora\u00ab. Konkret bedeutete das, ich arbeitete in der Landwirtschaft des Klosters. Jeden Morgen fuhr ich zum Kloster, denn ich schlief auch weiterhin zu Hause. Meine haupts\u00e4chlichen Aufgaben waren Rasen m\u00e4hen, St\u00e4lle misten, Kartoffeln abpacken, Tomaten und Kirschen ernten \u2013 alles, was eben so gemacht werden muss. Nach einiger Zeit wurde ich dem Klosterschreiner zugeteilt und verbrachte einige Tage mit dem Streichen von Z\u00e4unen und Fensterrahmen. Abends f\u00fchrte mich mein Weg meistens in eine der nahgelegenen Ortschaften, um noch ein Feierabendbier zu trinken.<\/p>\n\n\n\n<p>So vergingen die Tage und mit jeder Gabel Mist, mit jeder gem\u00e4hten Wiese, jedem Sack Kartoffeln und schlie\u00dflich mit jedem einzelnen Pinselstrich wurde die Last auf meinen Schultern leichter \u2013 im \u00fcbertragenen Sinne. Es war ein bisschen so, als w\u00fcrde ich mit jedem Handgriff, den ich im Kloster machte, den riesigen Sandhaufen meiner Vergangenheit abtragen \u2013 allerdings mit einem Teel\u00f6ffel \u2013 St\u00fcckchen f\u00fcr St\u00fcckchen. Mit der Leichtigkeit kam jeden Tag ein bisschen mehr die Lebensenergie zur\u00fcck. Durch die Aktivit\u00e4ten in der Landwirtschaft wurde ich k\u00f6rperlich wieder fitter und schlussendlich begann ich wieder zu lesen und w\u00e4hrend ich Fenster und Z\u00e4une anstrich h\u00f6rte ich H\u00f6rb\u00fccher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Was mir bei diesem Ver\u00e4nderungsprozess allerdings als erstes auffiel \u2013 ein tiefes Gef\u00fchl von Demut und Dankbarkeit.<\/mark><\/strong> Ich stand am dritten Tag allein mitten auf einer gro\u00dfen Weide und wollte das hohe Gras unter den Elektroz\u00e4unen m\u00e4hen. Es war kurz vor Mittag, die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel, ein Bild wie gemalt. Ich lies meinen Blick ein wenig schweifen und pl\u00f6tzlich war da dieses Gef\u00fchl, bekannt und irgendwie fremd zugleich. Von einem Moment auf den anderen, einfach so, als w\u00e4re es nie anders gewesen. Eine tiefe W\u00e4rme, Geborgenheit, das Gef\u00fchl von Sicherheit und Kontrolle. Die Gewissheit alles tun zu k\u00f6nnen und dabei Erfolg zu haben, das f\u00fchlte sich so herrlich an, dass ich mich dabei ertappte wie ich grinsend, inmitten einer Herde Schafe auf dieser Wiese stand. Mit Worten ist dieses Gef\u00fchl nicht zu beschreiben, jedenfalls f\u00fcr mich. Deshalb nenne ich es eben Demut. Das trifft es sicher nur suboptimal, auch hier haben Sie jedoch bestimmt eine Vorstellung was ich sagen will.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:28% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" width=\"295\" height=\"287\" src=\"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Logo_Plankstetten.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-323 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-medium-font-size\"><\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Gef\u00fchl wurde ich seinerzeit etwas unsanft herausgerissen, weil Frater Georg (<em>Name ge\u00e4ndert, \u00c4hnlichkeiten sind rein zuf\u00e4llig<\/em>) mich zum Mittagessen abholte. Mittags fuhren wir immer in die Abtei, wo in der K\u00fcche f\u00fcr alle G\u00e4ste, Besucher und nat\u00fcrlich die Mitarbeiter des Klosters und die M\u00f6nche gekocht wurde. \u00dcblicherweise ging ich danach ein paar Schritte durch die Abtei, schaute im Hofladen vorbei oder sa\u00df einfach auf einer Bank und blickte ins Altm\u00fchltal. An diesem Tag ging ich recht zielgerichtet in den Hofladen und kaufte mir eine Tasse. Ja richtig, eine Tasse. Merchandising ist auch in Kl\u00f6stern angekommen \ud83d\ude09 <\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Ein erster Ausblick auf die Gemeinsamkeiten von Unternehmen und Kl\u00f6stern.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie mein Klosterleben weiter ging und was das mit dem Mai 2008 zu tun hat bzw. haben wird, das erfahren Sie in Story #3 \u2013 bleiben Sie also neugierig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Kommen wir nun zum zweiten Teil der heutigen Story<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Was unterscheidet Kl\u00f6ster von Unternehmen und was haben sie gemeinsam?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:28px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Aus der geschilderten, pers\u00f6nlichen Erfahrung kann ich folgendes berichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Sowohl im Kloster wie im Unternehmen, gibt es klare Regeln. Was hier Bibel und die 10 Gebote hei\u00dft, nennen wir im Unternehmen Unternehmensphilosophie, Unternehmenspolitik. Klar formulierte Ziele, Werte und Normen in beiden Institutionen. Exakt ausformulierte Regeln f\u00fcr menschliches Verhalten. In der n\u00e4chsten Ebene dann detailliertere Aktivit\u00e4ten und schlussendlich Ma\u00dfnahmen zur Umsetzung oder Realisierung.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich waren beide, Gebote wie Unternehmensphilosophie, immer eine Art Wegweiser mit Leitplankenfunktion. Wie auf einer Autobahn gibt es links und rechts klare Begrenzungen. Innerhalb dieser Grenzen darf jeder frei w\u00e4hlen, welche \u201eFahrspur\u201c die bevorzugte sein soll. Auf der Autobahn, rechte Spur mit 60 km\/h \u201edahinzuckeln\u201c, mittlerer Fahrstreifen mit 100 oder 130 km\/h der Masse angepasst oder doch lieber links und Vollgas, weil der Spa\u00df erst beginnt, wenn der Zeiger \u00fcber die zwei geht, aber nicht nach der ersten Null! \ud83d\ude05<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem sind Kl\u00f6ster, wie Unternehmen, linienm\u00e4\u00dfig organisiert. Als Einlinienorganisation mit klarer Hierarchie und definierten Dienst- oder Instanzenwegen, so wie 86 % aller Unternehmen in Deutschland. Das hat bisweilen Vor-, sicher hin und wieder auch Nachteile. Weiterhin finden wir in beiden Einrichtungen klare Stellenbezeichnungen. Teilweise sogar erschreckend gleichlautend. Auch in Kl\u00f6stern gibt es Verantwortliche f\u00fcr Finanzen, \u201ePersonal\u201c, \u201eProduktion\u201c usw. Und auch wenn Glaube Berge versetzen kann, so gibt es auch im Kloster einen \u00f6konomischen Ansatz. Der Weg zur \u201eGewinnerzielung\u201c mag ein anderer sein, das Ergebnis ist jedoch durchaus vergleichbar.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Logo, Corporate Identity, USP<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Das bekannteste Logo der Welt?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich bei einer Keynote oder einem Lehrauftrag die Teilnehmer frage, kommen Antworten wie: Coca Cola, Apple, Google etc. Sicher alle sehr bekannt und \u00fcber 90 Prozent Bekanntheitsgrad weltweit. Richtig ist jedoch \u2013 das Kreuz der katholischen Kirche! Sprichw\u00f6rtlich fast jeder kennt dieses Symbol oder eben Logo. Unfairer Vorteil und daher nicht 1:1 vergleichbar, die Kirche hatte mehr als 2.000 Jahre Zeit und damit einen uneinholbaren Vorsprung. \u00dcber die Methoden der \u201eBekanntmachung\u201c sprechen wir lieber auch nicht. Sachlich betrachtet sind die Fakten eindeutig.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis hierhin also durchaus vergleichbare Elemente.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Wo liegen nun die Unterschiede?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:21px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Wenn Sie so wollen, dann tragen zwar auch die M\u00f6nche im Kloster eine Art Berufskleidung, anders formuliert Uniform. Allerdings sind es hier meist die M\u00f6nchskutten, welche sich von den allermeisten Uniformen optisch doch deutlich absetzen. Was noch dazu kommt, M\u00f6nche treffen sich mehrmals t\u00e4glich und beten gemeinsam.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich machen Mitarbeiter im Unternehmen auch gemeinsam Pause, auch mehrmals t\u00e4glich. Beten werden wohl nur die wenigsten von ihnen. Wobei das nat\u00fcrlich eine Behauptung ist und ich auch niemandem zu nahetreten will. Entschuldigen Sie also bitte, falls Sie doch mehrmals t\u00e4glich beten!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Insgesamt betrachtet ist die \u00c4hnlichkeit von Kl\u00f6stern und Unternehmen vergleichbar mit der \u00c4hnlichkeit von Affen und Menschen. Nicht dass ich hier einen tats\u00e4chlichen Vergleich ziehen m\u00f6chte. Es macht in meinem Blickwinkel keinen Unterschied, ob wir \u00fcber ein Unternehmen oder \u00fcber ein Kloster sprechen \u2013 jedenfalls was Themen wie Unternehmenskultur, F\u00fchrung, Organisation oder Kostenrechnung sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">Die Frage die ich Ihnen lieben Leser*Innen am Ende der heutigen Story stellen will.<\/mark><\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2><strong>M\u00fcssen immer erst maximale Ereignisse unseren Alltag \u00bbdurchkreuzen\u00ab, bevor wir den Fu\u00df vom Gas und den Kopf hochnehmen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:27px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Wie heute beschrieben h\u00e4tten Sie mir damals ein Brett vor den Kopf knallen k\u00f6nnen und ich w\u00e4re trotzdem einfach weitergelaufen. Vielleicht mit einem blauen Auge und Kopfschmerzen, aber meine Routine zu durchbrechen w\u00e4re Ihnen damit auf keinen Fall gelungen. Daf\u00fcr brauchte es gr\u00f6\u00dfere Kaliber.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute entsteht bei mir pers\u00f6nlich h\u00e4ufig der Eindruck, dass wir alle so sehr in unseren Routinen gefangen sind, dass wir dar\u00fcber vergessen, was unser eigentlicher Zweck zu sein scheint. Allerdings \u00fcberlasse ich Sie an dieser Stelle Ihren eigenen Gedanken dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sehen Sie das? Viel Spa\u00df beim Nach- oder noch besser Vor-Denken \ud83c\udf89<\/p>\n\n\n\n<p><strong>fehler<mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">FREUDIG<\/mark>en<\/strong> Wochenstart &amp; immer dran denken <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color\">\u00bbWer schneller scheitert gewinnt!\u00ab<\/mark><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was unterscheidet Kl\u00f6ster von Unternehmen?Vielleicht schon die falsche Fragestellung.Was haben Kl\u00f6ster und Unternehmen gemeinsam?Das ist die k\u00fcrzere Antwort.Und last but not least, warum \u00fcberhaupt Kl\u00f6ster? Der Reihe nach: Waren Sie schon mal in einem Kloster? Damit meine ich nicht, dass Sie mal zu Besuch, zur Besichtigung oder zum Beten dort waren. Wor\u00fcber ich spreche, ist &hellip; <a class=\"read-excerpt\" href=\"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/story-2-kloster-vs-unternehmen-gemeinsamkeiten-und-unterschiede\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&raquo;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0},"categories":[22,12,11,3,20,4,6,13,19],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=320"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":360,"href":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/320\/revisions\/360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nave-coaching.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}